Jugendförderung

Geschichte und Aufgaben

Zu den Satzungszwecken der Carl-Schirren-Gesellschaft (CSG) gehört es seit jeher, Jugendliche und Studierende für unsere Arbeit zu begeistern und mit den Ergebnissen unserer Arbeit vertraut zu machen. Daher kooperiert die CSG seit Jahrzehnten eng und vertrauensvoll mit dem Deutschbaltischen Jugend- und Studentenring (DbJuStR).

Die Studienförderung der CSG wurde auf Anregung von Balthasar von Bremen 1991 gegründet und bildete eine eigenständige Abteilung der CSG. 2005 gründete die Carl-Schirren-Gesellschaft die Deutschbaltische Studienstiftung, die seitdem die Aufgaben als unselbständige Stiftung erfüllt. Von 2009 bis 2016 war Prof. Dr. Michael Garleff (Oldenburg) Träger der Deutschbaltischen Studienstiftung. Im Jahr 2016 ist die Trägerschaft vom Verband zur Förderung baltischer Arbeit (Darmstadt) übernommen worden. Seit 2011 ist Tatjana Vollers (Anschrift s.u.) Geschäftsführerin der Studienstiftung.

In Anlehnung an die historischen Traditionen der Deutschbalten pflegt die Deutschbaltische Studienstiftung vor allem gute Verbindungen zu Estland und Lettland, darüber hinaus aber auch deren Nachbarländern. Bedürftige Studierende und junge Akademiker dieser Ländern werden auf Antrag und soweit es die verfügbaren Mittel erlauben an ihren Heimatuniversitäten oder während ihres Studienaufenthaltes in Deutschland unterstützt. Dabei wird vorausgesetzt, dass die Geförderten nach Ende ihres Studiums in ihrer Heimat oder für ihre Heimat tätig werden.

Gefördert werden

  • Studierende aus Estland und Lettland, die ein Grundstudium von mindestens vier Semestern in Ihrer Heimat absolviert haben
  • Examenskandidaten, für die das Arbeiten an deutschen Hochschulen/Bibliotheken besonders wichtig ist
  • Postgraduierte, für die Kurse oder Praktika in Deutschland besonders wichtig sind.

Neben der Bedürftigkeit des Antragstellers wird eine Empfehlung der Heimatuniversität und möglichst auch eine Bestätigung der aufnehmenden deutschen Universität vorausgesetzt. 

Die Förderung erfolgt 

  • durch Zahlung eines Zuschusses zum Lebensunterhalt
  • durch Vermittlung einer kostenlosen Wohngelegenheit
  • durch individuelle Beratung.

Die Förderung wird finanziert 

  • durch einmalige oder fortlaufende Spenden
  • durch Wohnungsangebote (Bitte nehmen Sie einen Gast auf, wenn Sie Platz haben und in Universitätsnähe wohnen!)
  • durch die Bitte um Spenden anlässlich einer Trauerfeier (statt einer Kranzspende)
  • durch die Bitte um Spenden zu Jubiläen oder zu runden Geburtstagen
  • durch Kooperationen mit anderen Zuwendungsgebern

In den ersten Jahren ihres Bestehens konnte die Studienförderung den Studierenden ausreichende Mittel (etwa den Sätzen des BAFÖG entsprechend) für ein bis zwei Semester an einer deutschen Universität zur Verfügung stellen. Heute kann nur ein geringerer Zuschuss gewährt werden. Unterstützt werden zumeist kürzere Studienaufenthalte von einem Semester oder einigen Monaten, z.B. zur Vorbereitung von Diplomarbeiten. Mehrfach wurden private Unterkünfte zur Verfügung gestellt. 

Zwischenbilanz

Seit 1991 unterstützte die Deutschbaltische Studienförderung mehr als 40 Studierende aus Estland und Lettland und führte seit 2008 zusätzlich unterschiedliche Seminare mit mehr als 200 Teilnehmern durch. Dafür konnten insgesamt mehr als 200.000 EUR zur Verfügung gestellt werden. Dies ist ein Beitrag zur Vertiefung der deutsch-estnischen und deutsch-lettischen Beziehungen in einem zusammenwachsenden Europa. Zugleich ist es aber auch ein stolzes Ergebnis für unsere Förderer. Hierfür danken wir - auch im Namen der Geförderten - sehr herzlich!

Die Deutschbaltische Studienstiftung bittet weiterhin um Spenden zur Fortsetzung ihrer Arbeit

Für Spenden werden vom Finanzamt anerkannte Zuwendungsbestätigungen (Spendenbescheinigungen) ausgestellt.

Weiterentwicklung zu einem Deutsch-Baltischen Jugendwerk 

Die Deutschbaltische Studienstiftung unterscheidet sich von anderen Jugendwerken durch ihre multinationale und multilaterale Zielsetzung und Arbeitsweise. Sie spricht gezielt junge Menschen aus bis zu fünf europäischen Ländern (Deutschland, Estland, Lettland, Litauen und Russland) an, die künftig Führungsaufgaben übernehmen werden.

Die Freiheit der baltischen Staaten und ihrer Bürger war in der Geschichte immer eine bedrohte Freiheit; dies scheint trotz der Freude über die wieder gewonnene Unabhängigkeit 1991 und der Erfolge der letzten Jahre auch für die Zukunft zu gelten. Die Zukunft der baltischen Staaten in Europa und die deutsch-baltisch-russischen Beziehungen hängen dabei in erheblichem Maße von den künftigen Eliten in Estland, Lettland und Litauen sowie den Menschen in ihren Nachbarländern, die sich für das Baltikum interessieren und engagieren, ab.

Die Deutschbaltische Studienstiftung sieht daher ihre Aufgabe darin, im Sinne einer späten Überwindung der Folgen des Hitler-Stalin-Paktes und der Teilung Europas im Zweiten Weltkrieg junge Deutsche, Esten, Letten, Litauer und Russen zusammenzuführen und sie in gemeinsamer Verantwortung für die Aufgaben einer friedlichen und von Kooperation geprägten europäischen Zukunft zu gewinnen. Grundlage der Arbeit der Deutschbaltischen Studienstiftung bilden der Respekt gegenüber den europäischen religiösen und philosophischen Traditionen sowie das Bekenntnis zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und den Menschenrechten.

Das  Kuratorium der Deutschbaltischen Kulturstiftung, in dem die wichtigsten deutschbaltischen Organisationen vertreten sind, und die Mitgliederversammlung der CSG begrüßen die Aktivitäten der Studienstiftung und unterstützt diese in ihrer Weiterentwicklung zu einem umfassenden Deutsch-Baltischen Jugendwerk. Es sieht darin eines der zentralen Projekte der CSG und der von ihr gegründeten Stiftungen, weil die Gewinnung vor allem junger Menschen aus Estland, Lettland und Deutschland für die Verwirklichung ihrer Ziele eine wichtige Grundlage für eine zukunftsorientierte deutschbaltische Kulturarbeit darstellt.

Das  Kuratorium der Kulturstiftung bittet daher gemeinsam mit der Deutsch-Baltischen Gesellschaft und der CSG alle Deutschbalten und ihre Organisationen, diese Aktivität nach Kräften zu unterstützen.

Die Anschrift:
Deutschbaltische Studienstiftung
c/o Tatjana Vollers
Wyckstraße 25
28213 Bremen
Tel. +49 172 4345 481
e-mail:
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Das Konto:
Deutschbaltische Studienstiftung
Konto-Nummer 300 830 75,  Sparkasse Lüneburg, BLZ 240 501 10
IBAN: DE66240501100030083075, BIC: NOLADE21LBG

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