EINLADUNG ZU DEN DEUTSCH-BALTISCHEN KULTURTAGEN
69. CARL-SCHIRREN-TAG

Freitag, 28.09.2018
18.15 - 19.45 Uhr „Unser Museum – gestern, heute und morgen“

Begrüßung und Eröffnung der Kulturtage im Museum (OL)
Heiligengeiststraße 38, 21335 Lüneburg

20.00 Uhr Gemeinsames Abendessen in der Krone
Heiligengeiststraße 39-41, 21335 Lüneburg

Samstag, 29.09.2018
09.15 - 11.45 Uhr Tätigkeitsbericht des Kulturwerks im Brömsehaus
Mitgliederversammlung Carl-Schirren-Gesellschaft e.V. (CSG)
Am Berge 35, 21335 Lüneburg

15.00 - 17.00 Uhr „Baltische Identität – Was ist das?“
Stunde der jungen Generation im Brömsehaus
(offen für alle Teilnehmer der Kulturtage und interessierte Lüneburger)
Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden des DbJuStR
Statements ehemaliger DbJuStR-Mitglieder
Beiträge von Teilnehmern des Baltischen Jugend- und Studenten-Kongresses 2018 aus fünf Nationen als ein schönes Stück gelebtes Europa: Wer bin „ich“? Das schwierige Thema „Identität“

19.00 - 02.00 Uhr Gesellschaftsabend
Konzert mit anschließendem Essen und Tanz im Hotel Bergström,
Bei der Lüner Mühle, 21335 Lüneburg

Sonntag, 30.09.2018
11.00 - 13.00 Uhr „Sammeln – Erforschen – Bewahren – Vermitteln“
Festakt im Fürstensaal des Lüneburger Rathauses
mit Festvortrag von Minister Björn Thümler
Am Ochsenmarkt 1, 21335 Lüneburg
15.00 - 16.00 Uhr Deutsch-Baltischer Gottesdienst in der St Johanniskirche Bei der St. Johanniskirche 2, 21335 Lüneburg

ab 16.00 Uhr Kaffeetafel im Brömsehaus, Am Berge 35, 21335 Lüneburg

Die Landeszeitung berichtete am 13. September 2018 auf Seite 9 über das Carl-Schirren-Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung:

LZ 2018 09 13 S9a

Grußwort des Vorsitzenden des Deutsch-Baltischen Kulturwerks zum Festakt der Eröffnung der Deutschbaltischen Abteilung und Wiedereröffnung des Ostpreußischen Landesmuseums:

(Es gilt das gesprochene Wort)

Exzellenzen, Abgeordnete aus Bund, Land und Stadt,

Frau Staatsministerin, Herr Minister, Herr Oberbürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen aller Deutschbalten möchte ich heute dem Bund, dem Land Niedersachsen und den Ostpreußen als unseren Partnern im OL danken, dass Sie uns Deutschbalten als Juniorpartner in ihr Museum aufgenommen haben. Ein solcher Erfolg hat viele Mütter und Väter – stellvertretend für vielen anderen möchte ich an dieser Stelle danken: Frau Pabst und Baronin Sass als Initiatorinnen sowie Herrn Westrén-Doll und meinen drei Vorgängern im Amte, Professor Frhr. v. Campenhausen, Dr. Wittram und Professor Garleff, ganz besonders aber Ihnen, Herr Dr. Mähnert und Ihrem Team. Sie haben in dem zurückliegenden Vierteljahrhundert unermüdlich auf diesen großen Tag hingearbeitet. Durch den Erwerb des Scharffschen Hauses ist unser Museum noch ein Stück weiter ins Lüneburger Zentrum gerückt und hat nun seinen Eingang direkt in der Fußgängerzone. Hunderte von Sitzungen haben stattgefunden, um diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen; an mehr als 50 habe ich seit 1992 persönlich teilgenommen.

Anerkennung für das Archiv in der Carl-Schirren-Gesellschaft

Das kulturhistorisch wertvolle Sammlungsarchiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung in Lüneburg fand und findet das Interesse der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Das von ihr finanziell geförderte erste Archivprojekt wurde im Juni abgeschlossen. Dr. Peter Wörster, der Bearbeiter, überreichte Renate Adolphi, seit dreißig Jahren Leiterin des Carl-Schirren-Archivs, und Dr. Bernhard Schalhorn, dem Projektleiter, seinen umfangreichen Abschlussbericht.

Gefördert durch:

BKM 2017 Web de

Bild 1

Seit Anfang der 1950er Jahre werden in der CSG Archivalien mit Bezug auf die Geschichte der Deutschbalten sowie ihrer Herkunftsregionen in Estland und Lettland gesammelt und der Forschung zugänglich gemacht. In über sechs Jahrzehnten ist der Gesellschaft wertvolles Archivgut übergeben worden. Dabei handelt es sich zumeist um Personennachlässe sowie Archive deutschbaltischer studentischer Korporationen, die für Forscher aus dem In- und Ausland von großem Interesse sind.

Die bisher vorherrschenden beengten räumlichen Verhältnisse im Brömsehaus sowie die schwierige personelle Situation brachten es mit sich, dass die Erschließung und Verzeichnung der Archivbestände sowie ihre Lagerung und Benutzbarkeit vielfach erschwert waren und auch weiterhin noch sind.  

Um diese Situation in jeder Hinsicht zu verbessern, hatte der Vorstand der CSG beschlossen, die Bestände neu zu bearbeiten und übersichtlich zu lagern. Dabei sollte es vor allem darauf ankommen, die Erfahrungen und Leistungen der zumeist jahrzehntelangen bewährten ehrenamtlichen Mitarbeiter – an ihrer Spitze seit über 30 Jahren Renate Adolphi – mit den im Archivwesen üblichen Standards zu verbinden, um so der Öffentlichkeit, insbesondere den interessierten Forschern, den größtmöglichen Nutzen zu gewährleisten.

Die Initiative des Vorstands fand bei der zuständigen Beauftragten für Kultur und Medien, Frau Staatsministerin Prof. Grütters (Berlin), große Aufgeschlossenheit. Ihr Haus setzte eine Expertengruppe ein, die die Lage des Archivs im Brömsehaus erst einmal kennenlernen und evaluieren sollte, um sich unter allen Beteiligten über die weiteren Arbeitsschritte abstimmen zu können. Dies geschah im Februar 2017. Die Experten kamen zu dem Ergebnis, dass die Archivbestände in der CSG „kulturhistorisch überaus wertvoll und […] für die Kultur und Geschichte der Deutschbalten relevant“ seien. Es stehe außer Frage, dass alles getan werden müsse, dieses Kulturgut für die Zukunft zu bewahren und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Experten empfahlen, das große Archivprojekt in zwei Schritten zu realisieren: Einmal sollte es eine Art „Vorprojekt“ von ca. sechs Monaten geben, das einer in baltischer Geschichte wie im Archivwesen ausgewiesenen Fachkraft die Möglichkeit geben sollte, die bisherige Funktionsweise des Archivs genauestens, also durch tagtägliche Beobachtung über einen längeren Zeitraum hinweg zu studieren und dann  Empfehlungen für das weitere mittel- und langfristige Vorgehen zu geben. Die Expertengruppe ging berechtigterweise davon aus, dass so vertiefte Einsichten in das bisher schon Erreichte und in das für die Zukunft Notwendige gewonnen werden könnten.

Nach vielfältigen Vorbereitungen begann dieses Vorprojekt im November 2017. Als Projektbearbeiter wurde Dr. Peter Wörster aus Marburg gewonnen, der fast vier Jahrzehnte das Archiv des dortigen Herder-Instituts geleitet hatte, das seit 1994 zum größten Archiv zur baltischen Geschichte in Deutschland geworden war.

Im Juni 2018 hat Dr. Wörster seinen 48 Seiten umfassenden Abschlussbericht fertiggestellt und nun an die Archivleiterin Renate Adolphi und an den vom Vorstand der CSG zum Projektleiter berufenen Dr. Bernhard Schalhorn (Lüneburg) übergeben. Dieser Abschlussbericht enthält neben einem allgemeinen Teil Vorschläge für eine neue Beständeübersicht („Archivtektonik“), Perspektiven für das Nachfolgeprojekt zur Neuordnung und Neuverzeichnung der Archivbestände, Beobachtungen und Empfehlungen für die künftige Archivarbeit, erstmals einen Artikel über „Geschichte und Profil“ des Archivs, eine Übersicht über die bereits vorhandenen älteren Findmittel zu den Archivbeständen sowie Entwürfe für die künftig zu verwendenden Formulare und für eine Benutzungsordnung.

Die Ergebnisse dieses jetzt abgeschlossenen Archivprojekts sollen die Grundlage bilden für die weitere Archivarbeit in der CSG in den nächsten Jahren. Ein entsprechendes Projekt wird jetzt von der CSG vorbereitet und könnte, wenn es bewilligt würde, Ende dieses oder Anfang kommenden Jahres beginnen.

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Dr. Peter Wörster (Marburg) wurde nach Abschluss des bundesgeförderten Archivvorprojektes zum Beauftragten des Vorstands der Carl-Schirren-Gesellschaft für die wissenschaftliche Begleitung der Archivarbeit im Brömsehaus ernannt. Dr. Wörster trat seine neue ehrenamtliche Tätigkeit zum 1. Juli 2018 an. Seine Aufgabe sind die Beratung des Vorstands in allen das Archiv betreffenden Fragen, die professionelle Unterstützung der anderen ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie die Vorbereitung eines nachfolgenden Projekts zur Neubearbeitung der Archivbestände im Brömsehaus.  

Brederloh - von Sengbusch Preis ausgeschrieben

Dieses Jahr wird bereits zum siebten Mal der mit 4.000 € dotierte Brederloh - von Sengbusch Preis für Studierende der Kunstakademie Lettlands ausgeschrieben. Die Förderung der Kunst in Riga hat in der Familie von Sengbusch eine lange Tradition, die mit diesem Preis fortgesetzt wird. Studenten der Fakultät für Malerei, Skulptur und Grafik der Kunstakademie Lettlands können am 5. September 2018 von 11 bis 15 Uhr ihre Wettbewerbsunterlagen einreichen. Eine hochkarätig besetzte Jury wählt dann den oder die Preisträger. Die eingereichten Arbeiten werden vom 12. September bis 6. Oktober in der Aula der Kunstakademie ausgestellt.

Verliehen wird der Brederlo - von Sengbusch Kunstpreis von der Familie von Sengbusch gemeinsam mit der Kunstakademie Lettlands und der Unterstützung von DOMUS RIGENSIS und der Deutschbaltischen Studienstiftung.

BvSKPreis 2018 de

Estnischer Botschafter eröffnet Ausstellung "Geschichte Estlands in Bildern"

Die Diele des Brömsehauses war bis auf den letzten Platz gefüllt, als der Botschafter der Republik Estland, Dr. Mart Laanemäe, am Abend des 18. Juli die Sommerausstellung 2018 des Deutsch-Baltischen Kulturwerks eröffnete. In seinem Grußwort verwies er darauf, dass es schnell kompliziert werde, "wenn man in der Geschichte Estlands nachvollziehen will, warum wer wann wen von wem befreit hat." Die Ausstellung des Eesti Instituut in Tallinn (Reval), die noch vor wenigen Tagen in der Europäischen Zentralbank in Frankfurt hing, bietet allen Interessierten einen guten Überblick über mehr als ein Jahrtausend Geschichte Estlands, das über 700 Jahre lang auch Heimat der Deutschbalten war. Hinter der Ausstellung und den Begleitvorträgen stehen alle vier Lüneburger Institutionen, die sich mit Estland befassen: Neben dem Deutsch-Baltischen Kulturwerk die Deutsch-Estnische Gesellschaft, das Nordost-Institut und das Ostpreußische Landesmuseum, dessen Deutschbaltische Abteilung am 25. August in einem Festakt eröffnet wird.

Die Lüneburger Landeszeitung berichtete am 18.Juli über die Ausstellung:

LZ 19 07 2018 Seite 9