28. Carl-Schirren-Seminar: Bürgerkrieg, Freiheitskrieg, Weltkrieg?

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Kategorie
Veranstaltungen 2018
Datum
Freitag, 2. November 2018 16:00 - Sonntag, 4. November 2018 12:30
Veranstaltungsort
Am Berge 35, 21335 Lüneburg
Telefon
04131-36788
E-Mail
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Durch die Entstehung der Republiken Estland und Lettland können die Jahre 1917–1921 als größter Wendepunkt der baltischen Geschichte neben 1201, 1561 und 1939/1991 gesehen werden. Nicht nur die Geschehnisse jener Jahre selbst, sondern die folgenden politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen stellten für das Verhältnis der Deutschbalten zu den neuen Titularnationen der Esten und Letten eine schwere Hypothek dar. Auch aus diesen Gründen ist die Betrachtung jener Jahre lange Zeit auf bestimmte Aspekte fokussiert gewesen: Auf deutschbaltischer Seite diente die Betonung der Befreiung Rigas am 22. Mai 1919 und des Kampfes gegen die sowjetlettischen/-russischen Truppen der Legitimation eigener Ansprüche auf Bewahrung alter Positionen und Vorrechte. Die Schlacht von Cēsis/Wenden stand für den estnischen und lettischen Staat wiederum symbolisch für den Sieg über die „700jährige Knechtschaft“ durch die baltischen Barone.

Mit dem Seminar „Bürgerkrieg, Freiheitskrieg, Weltkrieg?“ soll der Blick auf das Geschehen im Baltikum zwischen 1917 und 1921 aus traditionellen Perspektiven und Fokussierungen auf Gegenüberstellungen „Deutschbalten vs. Esten und Letten“ gelöst und auf die vielfältigen Verstrickungen in Ambitionen des Deutschen Reichs, aber auch der Freikorps genauso wie die verwickelte Gemengelage des russischen Bürgerkriegs geweitet werden.

Freitag, 2. November 2018

16:00

Eintreffen der Teilnehmer

 

 

   

16:30

Eröffnung des Seminars

Seminarleitung

 

   

17:00

 „Wer, wann, wo“ – Ein ereignisgeschichtlicher Überblick über das Geschehen

Martin Pabst, Kiel

 

   

18:00

Abendessen

 

 

   

19:30

Öffentlicher Abendvortrag: Deutsche Annexions- und Kolonisationspläne im Baltikum 1914–1919

Ron Hellfritzsch, Greifswald

Sonnabend, 3. November 2018

10:00

Nachwuchspodium: Die Verwaltung der Stadt Valmiera und die Bolschewiki im Jahre 1919

Liene Rokpelne, Valmiera

 

 

 

10:30

Nachwuchspodium: Die sozialen Mechanismen der Russischen Freiwilligen Westarmee im Baltikum 1919

Thomas Rettig,

Frankfurt/Oder

 

   

11:00

Kaffeepause

 

 

   

11:30

Die Deutschbalten in der Zeit der Staatswerdung Lettlands

Raimonds Cerūzis, Riga

12:30

Mittagessen

 

 

   

13:45

 „Roter“ und „Weißer“ Terror – Gewalt und Repression im Baltikum 1917-1920

Mark R. Hatlie, Tübingen

 

   

14:45

Baltenregiment und Agrarreform – Die Deutschbalten und die Entstehung der Republik Estland

Heidi Rifk, Tallinn

 

   

15:45

Kaffeepause

 

 

   

16:15

 „Fürst“ Pawel Bermondt-Awaloff: Ein politischer Abenteurer und seine Armee

Igor Barinov, Moskau

 

   

17:17

Ein „vermeidbarer Zwischenfall“? – Die Schlacht bei Cēsis und die Ziele der Regierungen Ulmanis und Päts

Igor Kopōtin,

Tallinn

 

   

18:15

Abendessen

 

 

   

Sonntag, 4. November 2018

10:00

Rigas deutschbaltische Wirtschaftselite – Heimatgefühle, nationale Zugehörigkeit und ethnische Identität zwischen russischem und deutschem Kaiserreich

Katja Wezel, Göttingen/Lüneburg

 

   

11:00

Kaffeepause

 

 

                                              

 

11:15

Abschlussdiskussion mit allen Referenten

 
 
 

Alle Daten

  • Von Freitag, 2. November 2018 16:00 bis Sonntag, 4. November 2018 12:30

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