Zum 100. Jahrestag der Gründung der Republik Lettland ("Lettonia Centum") veranstalteten die Lettische Gemeinschaft in Deutschland und Prof. Rüdiger Frhr. v. Rosen als Honorarkonsul Lettlands im voll besetzten Saal von Dr. Hoch's Konservatorium in Frankfurt am Main ein eindrucksvolles Konzert der lettischen klassischen Musik. Zu den Gästen zählten neben Inga Skujina, Botschafterin der Republik Lettland in Deutschland, der Komponist Peteris Vasks, der Vorsitzende des Deutsch-Baltischen Kulturwerks Thomas v. Lüpke sowie der Vorsitzende der Deutsch-Baltischen Gesellschaft in Hessen-Thüringen Jürgen v. Boetticher.

Nils Hollberg †

Nils Hollberg hat sich um unser Kulturwerk wie um zahlreiche andere deutschbaltische Organisationen verdient gemacht. U.a. war er aktiv an der Gründung des Deutschbaltischen Jugend- und Studentenringes, der Stiftung Domus Dorpatensis , des Baltische Baudenkmäler e.V., der Stiftung pro Baltia sowie der Deutschbaltischen Studienstiftung beteiligt. Viele Initiativen hat Nils maßgeblich vorangetrieben. Für seinen vorbildlichen Einsatz wurde er sowohl in Deutschland als auch in Estland ausgezeichnet.

Für den Vorstand der Carl-Schirren-Gesellschaft     Thomas v. Lüpke

Grußwort des Vorsitzenden des Deutsch-Baltischen Kulturwerks zum Festakt der Eröffnung der Deutschbaltischen Abteilung und Wiedereröffnung des Ostpreußischen Landesmuseums:

(Es gilt das gesprochene Wort)

Exzellenzen, Abgeordnete aus Bund, Land und Stadt,

Frau Staatsministerin, Herr Minister, Herr Oberbürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen aller Deutschbalten möchte ich heute dem Bund, dem Land Niedersachsen und den Ostpreußen als unseren Partnern im OL danken, dass Sie uns Deutschbalten als Juniorpartner in ihr Museum aufgenommen haben. Ein solcher Erfolg hat viele Mütter und Väter – stellvertretend für vielen anderen möchte ich an dieser Stelle danken: Frau Pabst und Baronin Sass als Initiatorinnen sowie Herrn Westrén-Doll und meinen drei Vorgängern im Amte, Professor Frhr. v. Campenhausen, Dr. Wittram und Professor Garleff, ganz besonders aber Ihnen, Herr Dr. Mähnert und Ihrem Team. Sie haben in dem zurückliegenden Vierteljahrhundert unermüdlich auf diesen großen Tag hingearbeitet. Durch den Erwerb des Scharffschen Hauses ist unser Museum noch ein Stück weiter ins Lüneburger Zentrum gerückt und hat nun seinen Eingang direkt in der Fußgängerzone. Hunderte von Sitzungen haben stattgefunden, um diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen; an mehr als 50 habe ich seit 1992 persönlich teilgenommen.

Die Landeszeitung berichtete am 13. September 2018 auf Seite 9 über das Carl-Schirren-Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung:

LZ 2018 09 13 S9a

Anerkennung für das Archiv in der Carl-Schirren-Gesellschaft

Das kulturhistorisch wertvolle Sammlungsarchiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung in Lüneburg fand und findet das Interesse der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Das von ihr finanziell geförderte erste Archivprojekt wurde im Juni abgeschlossen. Dr. Peter Wörster, der Bearbeiter, überreichte Renate Adolphi, seit dreißig Jahren Leiterin des Carl-Schirren-Archivs, und Dr. Bernhard Schalhorn, dem Projektleiter, seinen umfangreichen Abschlussbericht.

Gefördert durch: BKM 2017 Web de

 

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Seit Anfang der 1950er Jahre werden in der CSG Archivalien mit Bezug auf die Geschichte der Deutschbalten sowie ihrer Herkunftsregionen in Estland und Lettland gesammelt und der Forschung zugänglich gemacht. In über sechs Jahrzehnten ist der Gesellschaft wertvolles Archivgut übergeben worden. Dabei handelt es sich zumeist um Personennachlässe sowie Archive deutschbaltischer studentischer Korporationen, die für Forscher aus dem In- und Ausland von großem Interesse sind.

Die bisher vorherrschenden beengten räumlichen Verhältnisse im Brömsehaus sowie die schwierige personelle Situation brachten es mit sich, dass die Erschließung und Verzeichnung der Archivbestände sowie ihre Lagerung und Benutzbarkeit vielfach erschwert waren und auch weiterhin noch sind.  

Um diese Situation in jeder Hinsicht zu verbessern, hatte der Vorstand der CSG beschlossen, die Bestände neu zu bearbeiten und übersichtlich zu lagern. Dabei sollte es vor allem darauf ankommen, die Erfahrungen und Leistungen der zumeist jahrzehntelangen bewährten ehrenamtlichen Mitarbeiter – an ihrer Spitze seit über 30 Jahren Renate Adolphi – mit den im Archivwesen üblichen Standards zu verbinden, um so der Öffentlichkeit, insbesondere den interessierten Forschern, den größtmöglichen Nutzen zu gewährleisten.

Die Initiative des Vorstands fand bei der zuständigen Beauftragten für Kultur und Medien, Frau Staatsministerin Prof. Grütters (Berlin), große Aufgeschlossenheit. Ihr Haus setzte eine Expertengruppe ein, die die Lage des Archivs im Brömsehaus erst einmal kennenlernen und evaluieren sollte, um sich unter allen Beteiligten über die weiteren Arbeitsschritte abstimmen zu können. Dies geschah im Februar 2017. Die Experten kamen zu dem Ergebnis, dass die Archivbestände in der CSG „kulturhistorisch überaus wertvoll und […] für die Kultur und Geschichte der Deutschbalten relevant“ seien. Es stehe außer Frage, dass alles getan werden müsse, dieses Kulturgut für die Zukunft zu bewahren und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Brederloh - von Sengbusch Preis ausgeschrieben

Dieses Jahr wird bereits zum siebten Mal der mit 4.000 € dotierte Brederloh - von Sengbusch Preis für Studierende der Kunstakademie Lettlands ausgeschrieben. Die Förderung der Kunst in Riga hat in der Familie von Sengbusch eine lange Tradition, die mit diesem Preis fortgesetzt wird. Studenten der Fakultät für Malerei, Skulptur und Grafik der Kunstakademie Lettlands können am 5. September 2018 von 11 bis 15 Uhr ihre Wettbewerbsunterlagen einreichen. Eine hochkarätig besetzte Jury wählt dann den oder die Preisträger. Die eingereichten Arbeiten werden vom 12. September bis 6. Oktober in der Aula der Kunstakademie ausgestellt.

Verliehen wird der Brederlo - von Sengbusch Kunstpreis von der Familie von Sengbusch gemeinsam mit der Kunstakademie Lettlands und der Unterstützung von DOMUS RIGENSIS und der Deutschbaltischen Studienstiftung.

BvSKPreis 2018 de

Estnischer Botschafter eröffnet Ausstellung "Geschichte Estlands in Bildern"

Die Diele des Brömsehauses war bis auf den letzten Platz gefüllt, als der Botschafter der Republik Estland, Dr. Mart Laanemäe, am Abend des 18. Juli die Sommerausstellung 2018 des Deutsch-Baltischen Kulturwerks eröffnete. In seinem Grußwort verwies er darauf, dass es schnell kompliziert werde, "wenn man in der Geschichte Estlands nachvollziehen will, warum wer wann wen von wem befreit hat." Die Ausstellung des Eesti Instituut in Tallinn (Reval), die noch vor wenigen Tagen in der Europäischen Zentralbank in Frankfurt hing, bietet allen Interessierten einen guten Überblick über mehr als ein Jahrtausend Geschichte Estlands, das über 700 Jahre lang auch Heimat der Deutschbalten war. Hinter der Ausstellung und den Begleitvorträgen stehen alle vier Lüneburger Institutionen, die sich mit Estland befassen: Neben dem Deutsch-Baltischen Kulturwerk die Deutsch-Estnische Gesellschaft, das Nordost-Institut und das Ostpreußische Landesmuseum, dessen Deutschbaltische Abteilung am 25. August in einem Festakt eröffnet wird.

Die Lüneburger Landeszeitung berichtete am 18.Juli über die Ausstellung:

LZ 19 07 2018 Seite 9

Ausstellung mit Vorträgen: Geschichte Estlands in Bildern

Anlässlich des 100. Jahrestages der Unabhängigkeit der Republiken Estland und Lettland zeigt das Deutsch-Baltische Kulturwerk die Ausstellung "Geschichte Estlands in Bildern". Eröffnet wird die Schau, die wie im Vorjahr durch ein Vortragsprogramm begleitet wird, am 18. Juli um 18 Uhr durch den estnischen Botschafter Dr. Mart Laanemäe in der historischen Diele des Brömsehauses. Anschließend schildert Dr. Eike Eckert vom Ostpreußischen Landesmuseum wie eine einmalige Sammlung aus dem Schloss Alatskivi über Süddeutschland nach Lüneburg geriet - und zum Teil bald auch wieder in Estland zu sehen sein wird.

Die weiteren Vorträge:

8. August:     „Zwischen Ost und West. Estland nach der Staatsgründung 1918“
                  PD Dr. David Feest, Nordost-Institut

5. September: „25 Jahre Lüneburg – Tartu. Stationen und Zukunft einer lebendigen Städtepartnerschaft“
                  Heiko Frese, Deutsch-Estnische Gesellschaft zu Lüneburg

Die Vorträge finden jeweils um 18 Uhr statt. Die Ausstellung ist bis zum 9. September jeweils Mittwochs von 17 bis 20 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet.

 

Neuerscheinung

Schriftenreihe der Carl-Schirren-Gesellschaft Band 12

   Axel Freiherr von Campenhausen

   Im Dienste des Zaren
   und Livlands
  
Beiträge zur Geschichte der Familie
   von Campenhausen und Livlands

  Lüneburg, 2017
  ISBN: 978-3-923149-77-3
  308 Seiten, gebunden

  € 30,00

 

 

 

 

 

Die Familie von Campenhausen steht im Wirken und Schicksal ihrer Angehörigen repräsentativ für alle Familien des  deutschbaltischen Adels, der über Generationen hinweg im Dienste Livlands und des Zaren wirkte. Ihr „Gutshaus unter den Eichen“, Orellen, wurde zu einem wichtigen Ort für die Verbreitung Herrnhutischer Frömmigkeit im Baltikum. Die in diesem Band versammelten Beiträge Axel Freiherr von Campenhausens nehmen den Leser mit nach Orellen und lassen ihn eintauchen in das Leben seiner Vorfahren. Aus den reichen Quellen des Familienarchivs schöpfend gibt er Einblick in die Lebens- und Denkart jener Generationen.

Der Münchner, später Göttinger Professor für Öffentliches Recht und Kirchenrecht Axel Freiherr von Campenhausen war 1976-1979 Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und wurde 1979 Präsident der Klosterkammer Hannover. Ab 1969 leitete er bis 2008 das Kirchenrechtliche Institut der EKD. Neben seinen beruflichen Tätigkeiten engagierte sich der anerkannte Stiftungsrechtsexperte stets ehrenamtlich u.a. als Vorsitzender des Bundesverbands Deutscher Stiftungen wie auch als langjähriger Vorsitzender der Carl-Schirren-Gesellschaft und der Deutschbaltischen Kulturstiftung.

Erhältlich im Buchhandel und direkt über den Schriftenvertrieb der Carl-Schirren-Gesellschaft.

LZ berichtet zum Geburtstag von Renate Adolphi

Besuch der Botschafterin - Bericht in der Landeszeitung

Vom Besuch der Botschafterin Lettlands im Brömsehaus berichtete auch die Lüneburger Landeszeitung:

LZ 2018 02 10