PRESSEMITTEILUNG

  1.  Deutsch-Baltische Kulturtage – ein schönes Stück Europa

69 Baltische KulturtageDer Eröffnungsabend der Deutsch-Baltischen Kulturtage (69. Carl-Schirren-Tag) fand im Ostpreußischen Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung statt. Nach der sehr freundlichen Begrüßung durch Museumsdirektor Dr. Mähnert berichteten der Vorsitzende des Kulturwerks Thomas von Lüpke und der Kurator der Deutschbaltischen Abteilung Dr. Eike Eckert über ihre Erfahrungen aus insgesamt 26 Jahren Projektarbeit für unser Museum.

Nach dem Tätigkeitsbericht des Kulturwerks am Sonnabendmorgen im Brömsehaus und den Wahlen zum Vorstand der Carl Schirren Gesellschaft haben die Teilnehmer des Baltischen Jugend- und Studentenkongresses 2018 in Anwesenheit der Gesandten der Republik Estland, Marge Mardisalu-Kahar, in der Stunde der Jugend die Arbeitsergebnisse ihres Kongresses zum Thema " Identität" vorgestellt. Bei den Wahlen haben wir mit Elisabeth Motschmann MdB eine wichtige Vertreterin baltischer Belange für unseren Vorstand gewonnen. Als Kulturpreisträger der Deutsch-Baltischen Gesellschaft und ausgewiesener Archivexperte ist Dr Peter Wörster eine wesentliche Bereicherung für den Vorstand. Er soll mit dem Projekt zur Digitalisierung des Carl-Schirren-Archivs wesentliche Schritte einleiten, um baltische Archivalia in einem angemessenen System zu erfassen und einer großen Öffentlichkeit mittels digitaler Medien zugänglich zu machen.

Den festlichen Gesellschaftsabend eröffnete ein Konzert der jungen Pianistin Eva Ils.

Im Festakt hat der Minister für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen Björn Thümler in sehr persönlicher Art seine engen Verbindungen zum Baltikum dargelegt und die Verdienste von deutschbaltischen Organisationen als Brückenbauer zwischen Ost und West gewürdigt. Sie habe den Stellenwert deutlich gemacht, den Lüneburg für die Vertiefung der Bande zwischen dem Baltikum und Deutschland inzwischen gewonnen hat. Daneben hob der Minister die Bedeutung von Bürgerrechten und Eigenverantwortung beim Umgang mit der Digitalisierung hervor. Frau Mardisalu-Kahar betonte in ihrem Grußwort ihre Nähe zum Brömsehaus, welche mit der Teilnahme am Studentenaustausch des Deutschbaltischen Jugend- und Studentenringes vor mehr als 20 Jahren begann. Bürgermeister Kolle hob in seiner Ansprache die Verbundenheit der Stadt Lüneburg mit unserem Kulturwerk hervor. Ausdrücklich trat er dafür ein, dass das Carl-Schirren-Archiv auch künftig im Brömsehaus untergebracht bleiben soll.

Zum Ausklang der Kulturtage predigte Prof. Dr. Johannes von Lüpke in der St. Johanniskirche.

In der Diele des Brömsehauses (v.r.n.l.): die 2. Vorsitzende des Deutschbaltischen Jugend- und Studentenringes Friederike von Gropper, die Gesandte der Republik Estland Marge Mardisalu-Kahar sowie Sophia von Lüpke als Projektleiterin.

PRESSEMITTEILUNG

Brömsehaus EuropaDas Brömsehaus Am Berge – ein schönes Stück Europa

Ende September wurde der Vorstand des Kulturwerks neu gewählt. Acht Mitglieder wurden wiedergewählt, neu hinzu kamen:

  • die Bundestagsabgeordnete Elisabeth Motschmann
  • der Kulturpreisträger und Archivexperte Dr. Peter Wörster
  • und der Stellvertretende Bundesvorsitzende der Deutsch-Baltischen Gesellschaft Christian Toop.   

Herr Toop hat sich freundlicherweise bereitgefunden, einige der vielen Aufgaben zu übernehmen, die bisher von Editha Kroß so eindrucksvoll gemeistert worden sind. Der wiedergewählte Vorsitzende des Kulturwerks, Thomas von Lüpke, betont: „Es freut uns sehr, dass Frau Kroß dem Kulturwerk als stellvertretende Vorsitzende der Kulturstiftung weiterhin mit Rat und Tat zur Seite steht.“                

Dass Herr Dr. Wörster das Vorstandsteam des Kulturwerks verstärkt, hält Lüpke für ein großes Kompliment an das Carl-Schirren-Archiv in Lüneburg, das für ihn zum Markenkern des Deutsch-Baltischen Kulturwerks gehört.      

Mit dieser Wahl sind sowohl die Hälfte der Vorstandsmitglieder der Deutschbaltischen Kulturstiftung als auch der Deutsch-Baltischen Gesellschaft Mitglied im Vorstand der CSG. Der Vorsitzende sieht darin ein Zeichen der Gemeinsamkeit und freut sich auf die Zusammenarbeit in den kommenden zwei Jahren. Ganz im Sinne dieser Gemeinsamkeit hat das Kulturwerk die Einladung zu diesem Carl-Schirren-Tag „gemeinsam mit der Deutsch-Baltischen Gesellschaft“ ausgesprochen. Das gleiche ist vorgesehen für die Internationale Kulturtagung Mare Balticum vom 23.-25. November in Darmstadt.

Als weiteres Zeichen der Gemeinsamkeit wurde auf Initiative des Wissenschaftlichen Leiters des Deutsch-Baltischen Kulturwerks Dr. Martin Pabst vereinbart, dass Deutsch-Baltische Gesellschaft und Deutsch-Baltisches Jugendwerk den Dietrich A. Loeber-Studienpreis für Nachwuchswissenschaftler ausschreiben und den Preisträgern auf einer Nachwuchstagung in Darmstadt Gelegenheit geben werden, ihre Beiträge vorzustellen. Das Kulturwerk stellt gerne Quellen aus seinem Carl-Schirren-Archiv zur Verfügung. Seine digitalen Schriftenreihen bieten den Preisträgern die Chance, weltweit Leser für ihre Arbeiten zu finden.

Rückfragen gerne unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0152 2970 7269.

Der wiedergewählte Vorsitzende, Thomas von Lüpke, mit seinen Stellvertretern, Dr. Christian von Boetticher (links) und Christian Toop (rechts).

Grußwort des Vorsitzenden des Deutsch-Baltischen Kulturwerks zum Festakt der Eröffnung der Deutschbaltischen Abteilung und Wiedereröffnung des Ostpreußischen Landesmuseums:

(Es gilt das gesprochene Wort)

Exzellenzen, Abgeordnete aus Bund, Land und Stadt,

Frau Staatsministerin, Herr Minister, Herr Oberbürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen aller Deutschbalten möchte ich heute dem Bund, dem Land Niedersachsen und den Ostpreußen als unseren Partnern im OL danken, dass Sie uns Deutschbalten als Juniorpartner in ihr Museum aufgenommen haben. Ein solcher Erfolg hat viele Mütter und Väter – stellvertretend für vielen anderen möchte ich an dieser Stelle danken: Frau Pabst und Baronin Sass als Initiatorinnen sowie Herrn Westrén-Doll und meinen drei Vorgängern im Amte, Professor Frhr. v. Campenhausen, Dr. Wittram und Professor Garleff, ganz besonders aber Ihnen, Herr Dr. Mähnert und Ihrem Team. Sie haben in dem zurückliegenden Vierteljahrhundert unermüdlich auf diesen großen Tag hingearbeitet. Durch den Erwerb des Scharffschen Hauses ist unser Museum noch ein Stück weiter ins Lüneburger Zentrum gerückt und hat nun seinen Eingang direkt in der Fußgängerzone. Hunderte von Sitzungen haben stattgefunden, um diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen; an mehr als 50 habe ich seit 1992 persönlich teilgenommen.